Der beste Zeitpunkt, für sein Kind zu sparen

Wann ist der beste Zeitpunkt gekommen, um für sein Kind zu sparen, und vor allem, in welcher Form?

Das Sparbuch wirft momentan so wenig Zinsen ab, dass das Geld ebenso in einem leeren Vorratsglas aufbewahrt werden könnte. Die Börse dagegen schwankt und scheint zu unsicher. Dazwischen gibt es wenig Alternativen. Bausparverträge oder Ausbildungsversicherungen nehmen zu viel Zukunftsplanung vorweg: Woher sollen Väter und Mütter denn schon heute wissen, welche Pläne der Nachwuchs mit 20 Jahren haben wird? Schließlich darf sich heutzutage jeder frei entwickeln. Will das Kind denn später tatsächlich im Ausland studieren, oder fühlt es sich in seinem Heimatort wohler? Möchte es überhaupt Wohneigentum erwerben oder doch lieber ständig in der Welt unterwegs sein? Und ganz allgemein betrachtet lässt sich doch gegenwärtig noch gar nicht vorhersehen, wie sich die Zukunft für alle heute geborenen Kinder gestalten wird.

Folgendes sollten sich Eltern und Großeltern jedoch klarmachen

Geld anlegen für den Nachwuchs: unbedingt! Flexibel bleiben: ja! Nur Tagesgeld- oder Sparkonto: nein! Auch wenn es vielen Menschen schwerfällt, wir müssen umdenken. Denn es wird beim Sparen nie mehr so sein, wie es einmal war. Damit ist die Leichtigkeit gemeint, mit der vorangegangene Generationen ihr Geld auf das Sparbuch gebracht und Zinsen kassiert haben. Oder haben wir uns damals schon selbst belogen? Denn bei hohen Zinseinkünften war gleichzeitig stets die Inflation, also die Preissteigerung, hoch. Funktioniert hat jedoch die langfristige Geldanlage in Aktien. Da müssen wir ehrlich mit uns sein: Wenn wir damals unser Geld nicht auf das Sparkonto getragen, sondern in Aktien oder Aktienfonds angelegt hätten, wären wir heute weitaus vermögender. Selbst das Risiko hätte sich ausgezahlt, wir hätten nur jede Marktkrise vertrauensvoll durchleben müssen – ohne vorschnell zu verkaufen!

Super, wenn die Preise fallen
Wenn man sich alles einmal genau durchrechnet, wäre es da nicht besser, die Geldanlage bei einem Bärenmarkt zu beginnen, gerade dann, wenn die Kurse niedrig sind? Stelle man sich beispielsweise doch einmal vor, man wolle seinen Vorrat an Nudelpackungen aufstocken, sollte man da nicht auch eher zugreifen, wenn der Supermarkt die Nudelpackung gerade auf 1,49 Euro herabgesetzt hat? Ist das nicht cleverer, als zu warten, bis das Angebot vorbei ist und der Packungspreis wieder auf 1,99 Euro hochgesetzt wird? Ähnlich funktioniert es mit den Kursen von Aktien und Aktienfondsanteilen. Einen Unterschied aber gibt es: Die Nudeln werden wir nach und nach verspeisen. Die Aktien und Aktienfondsanteile jedoch werden wir irgendwann zu einem höheren Preis verkaufen wollen. Das kann gut funktionieren, wir dürfen sie nur nicht in dem Moment veräußern, wenn sie niedriger liegen. Das ist das große Geheimnis. Eltern, die früh anfangen, für ihre Kinder Geld in Aktien und Aktienfondsanteile zu investieren, können entspannen: Es ist so viel Zeit vorhanden.

Der größte Fehler ist, überhaupt nicht zu beginnen
Gründe gibt es genug: Die Zeit ist knapp. Momentan haben andere Probleme Vorrang. Die Familie muss erst ihren Alltag organisieren. Geld ist nicht im Überfluss vorhanden. Erst mal steht der Urlaub an. Dann ist schon wieder Weihnachten. Und am Ende ist es dann passiert: Das Kind ist erwachsen und hat kein Geld – keine Aktien oder Aktienfondsanteile, die kräftig Zinseszinsen eingebracht hätten. Es ist zu spät: Das Leben kam immer dazwischen, obwohl das Leben für den Nachwuchs nun eigentlich erst richtig beginnen sollte. Jetzt könnte es ihm ebenso ergehen wie einst seinen Eltern: Sehnsüchte können in jungen Jahren nicht erfüllt werden, müssen warten oder werden nie realisiert. Aus der Traum: kein Startkapital für ein Auto oder eine Wohnungseinrichtung, keine Chance auf ein Studium im Ausland, kein Traumurlaub nach dem Schulabschluss. Schade! Die paar Euro auf dem Sparkonto sind nach all den Jahren nicht viel wert. Soll der Nachwuchs einfach Pech gehabt haben und nun neidisch auf die Freunde schauen müssen, auf jene Klassenkameraden, deren Eltern und Großeltern klug waren und frühzeitig Geld in Aktien und Aktienfondsanteile gesteckt haben? Sollen die eigenen Kinder nun auf Facebook und Co. die beneidenswerten Lebensabenteuer dieser glücklichen Freunde verfolgen, während sie selbst finanziell bei null anfangen müssen? Außerdem: Wie soll aus dem Nachwuchs nun selbst schlagartig ein geschickter Anleger werden, wenn die eigenen Eltern dies nicht vorgelebt haben, weil sie die Entscheidung für eine zinskräftige Geldanlage immer wieder verschoben haben? Lassen Sie es nicht so weit kommen: Jetzt Geld für das Kind anlegen!

Bildquelle: https://pixabay.com/de/sparbuch-sparkasse-bank-sparen-22903/

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