Zukunft der textilen Kette- Chancen durch Digitalisierung

Potenziale der Digitalisierung für die Textilbranche

Der Alltag jedes Einzelnen wird zunehmend von der digitalen Welt beeinflusst. Ein Umstand, der das Konsumverhalten enorm beeinflusst. Die Ansprüche der Kunden wachsen kontinuierlich. Sie fordern bessere Produkte, eine größere Vielfalt, mehr Service und dies zunehmend individuell zugeschnitten. Dies bedeutet für alle Stakeholder entlang der bekleidungsproduzierenden, textilen Kette, dass der bisherige Standard nicht mehr ausreicht. Konfektionäre kommen nicht umhin Produktionsabläufe schneller, kundenorientierter und agiler zu gestalten.

Die individuellen Ansprüche der Kunden stellen Konfektionäre vor Herausforderungen, die verkürzten Durchlaufzeiten, einer transparenten Supply Chain und höherer Effizienz fordern. Herausforderungen, die die Grenzen zwischen Händlern, Konfektionären und Maschinenbauer aufweichen und eine bereichsübergreifende, automatisierte Wertschöpfungskette in den Fokus rückt.

Erste Praxisbeispiele, die die Herausforderungen erfolgreich adressiert haben sind unter anderem Adidas und Prym. Adidas setzt an Stelle traditioneller Nähmaschinen 3D-Drucker und automatisierte Nähmaschinen in der Schuhproduktion ein. Durch diese Anpassung wurde der Produktionszyklus von drei Monaten auf fünf Stunden reduziert und individuelle Kundenwünsche schneller befriedigt.
Ein weiteres Beispiel für das erfolgreiche gemeinsame Vorgehen von Konfektionär und Maschinenbauer im Rahmen von Industrie 4.0 ist die Prym Fashion GmbH. Prym hat es geschafft, Ansetzmaschinen für Druckknöpfe in das Internet der Dinge einzubinden. Dies hat in der Massenfertigung zu einer enormen Steigerung der Verarbeitungsqualität geführt.
Maschinenfehlfunktionen wurden in Echtzeit erkannt und Fehler im Produktionsprozess verhindert. Das Ergebnis: Der zeit- und kostenaufwendige Prozess des Nachbearbeitens fehlerhafter Produkte und der Maschinenfehlersuche entfällt.

Im Handel sind es Onlineshops und Marktplätze wie Amazon und Zalando, welche die Entwicklung vorantreiben und erhebliche Marktanteile abschöpfen. Der Kunde ist in der Lage überall und zu jeder Zeit, seinen Wünschen gemäß einzukaufen.
Der stationäre Handel reagiert mit vernetzten Umkleidekabinen, welche Kleidungsstücke direkt auf den Körper projizieren oder durch RFID ausgestattete Kleidungsstücke, die von den Umkleidekabinen erkannt werden und Zusatz- sowie Verfügbarkeitsinformationen auf Touchscreens darstellen.
Das traditionelle, analoge Einkaufserlebnis wird zunehmend mit dem Digitalen kombiniert, um stationär die individuellen Wünsche der Kunden zu erfüllen.
Ergänzend gibt es noch zahlreiche weitere Optionen entlang der textilen Kette, die Herausforderungen der Digitalisierung in gewinnbringende Chancen umzuwandeln. Um diese zu validieren und anzugehen, laden am 02.10.2018 das FIR, das Center Smart Services, PTC und dass ITA zu einem Experience Day ins Cluster Smart Logistik auf dem RWTH Aachen Campus ein. Ziel dieser Veranstaltung ist es, gemeinsam mit Händlern, Konfektionären und Maschinenbauern neue Wege in eine zunehmend digitalisierte Welt zu finden.
Um dieses Vorhaben zu unterstützen werden namhafte Branchenkenner wie Josef Klein, Head of Technical Center der Hugo Boss AG, Norbert Hempsch, CEO Business Unit Prym Solutions, Prym Group und der Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts, Gerd Müller-Thomkins, für mit ihren Keynotes für spannenden Input sorgen. Live-Demonstratoren zeigen den aktuellen Stand der Technik. Ergänzend werden Fragestellungen rund um die textile Kette spezifiziert und Anknüpfungspunkte identifiziert. Eine spannende Veranstaltung, zu welcher Sie als Händler, Konfektionäre und Maschinenbauer herzlich eingeladen sind.

Keywords:Konfektionäre, Prym, digitalisierung

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